Warum der Kopf über Erfolg, Stress und Lebensqualität entscheidet
Ein Moment, der mich zum Nachdenken gebracht hat
Manchmal gibt es Momente, die uns innehalten lassen.
Momente, die uns bewusst machen, wie entscheidend unsere mentale Stärke wirklich ist.
So ein Moment war für mich kürzlich beim Servus Talk im Hangar-7 mit Skirennläufer Max Franz.
Die Geschichte über seine schweren Verletzungen, die Rückschläge und gleichzeitig seine unglaubliche mentale Stärke und der Willen zurückzukommen, hat mich bewegt und beeindruckt. Während ich zuhörte, wurde mir wieder einmal bewusst, wie wichtig die mentale Komponente im Leben – und besonders im Sport – tatsächlich ist.
Denn im Sport entscheidet nicht nur der Körper über Erfolg oder Misserfolg.
Sehr oft ist es der Kopf.
„Die mentale Komponente macht bis zu 90 % aus“
In der Sendung sagte Ski-Legende Franz Klammer einen Satz, der vielen im Leistungssport vertraut ist:
„Die mentale Komponente macht bis zu 90 % aus.“
Eine Aussage, die im ersten Moment vielleicht überraschend wirkt. Wenn man sich den Spitzensport jedoch genauer ansieht, wird schnell klar, warum dieser Gedanke so häufig geäußert wird.
Viele Athletinnen und Athleten verfügen über ein ähnliches körperliches Niveau. Sie trainieren hart, sind bestens vorbereitet und bringen enormes Talent mit.
Der entscheidende Unterschied entsteht oft im Kopf.
Mentale Stärke entscheidet darüber, wie wir mit Druck umgehen, wie wir Rückschläge verarbeiten und wie sehr wir an uns selbst glauben. Vor allem aber entscheidet sie darüber, ob wir im entscheidenden Moment unsere Leistung wirklich abrufen können.
Körperliche Verletzungen werden behandelt – mentale oft nicht
Ein weiterer Gedanke aus der Sendung hat mich besonders nachdenklich gemacht. Skirennläuferin Stephanie Venier sprach darüber, wie selbstverständlich körperliche Verletzungen im Sport behandelt werden.
Wenn sich jemand einen Arm bricht oder beispielsweise ein Band im Knie reißt, wird sofort gehandelt. Ärzte, Physiotherapie und Rehabilitation stehen bereit, um den Körper wieder aufzubauen.
Doch wenn die mentale Ebene leidet, wird darüber kaum gesprochen.
Dabei können mentale Belastungen genauso schwer wiegen wie körperliche Verletzungen. Stress, Überforderung, Selbstzweifel oder emotionale Erschöpfung wirken sich unmittelbar auf unsere Leistungsfähigkeit aus – im Sport genauso wie im Alltag.
Meine persönliche Erfahrung aus dem Wettkampfsport
Ich selbst habe viele Jahre wettkampfmäßig Kampfsport betrieben.
Diese Zeit hat mich geprägt und ich durfte einige persönliche sportliche Erfolge feiern. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass ich von wirklich schweren Verletzungen verschont geblieben bin.
Natürlich gab es körperlich kleinere Rückschläge. Zwei Bänderrisse im Knöchel, ein Bänderriss in der Schulter und eine Achillodynie durch Übertraining gehören zu den Erfahrungen, die viele Sportler kennen, jedoch im Vergleich mit Max Franz nichtig erscheinen.
Mit körperlichen Verletzungen lernt man im Sport relativ gut umzugehen. Man weiß, dass sie passieren können und man weiß auch, wie man daran arbeitet, wieder zurückzukommen.
Was damals jedoch viel zu wenig Thema war, ist die mentale Seite des Sports.
Heute weiß ich, dass ich schon viel früher beginnen hätte sollen, gezielt an meiner mentalen Stärke zu arbeiten.
Warum mentales Training so wichtig ist
Mittlerweile arbeite ich selbst im Gesundheitsbereich und begleite Menschen als Mentalcoach und Hypnosementalcoach. Zusätzlich bringe ich meine Erfahrung als Regenerationstrainer und Gesundheitssporttrainer, sowie aus meiner Tätigkeit als Masseur im Gesundheits- und Kurbereich ein.
In all diesen Bereichen zeigt sich immer wieder eines ganz deutlich:
Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden.
Mentales Training kann Menschen dabei unterstützen, besser mit Stress umzugehen, ihre innere Stabilität zu stärken und klarer mit Herausforderungen umzugehen. Viele meiner Kundinnen und Kunden berichten mir, dass sie durch mentales Training nicht nur im Sport profitieren, sondern vor allem auch im Alltag nach sportlichen Karrieren.
Der Umgang mit Druck, Entscheidungen und schwierigen Lebenssituationen verändert sich spürbar, wenn man beginnt, sich bewusst mit der eigenen mentalen Stärke auseinanderzusetzen.
Der Moment, der mir die Augen geöffnet hat
Eine Erfahrung hat mir besonders deutlich gezeigt, wie wichtig mentale Stärke wirklich ist.
Nach einer großen Sportveranstaltung kam ich nach Hause. Es war sehr fordernd, da ich in der Betreuung viel beschäftigt war. Eigentlich hätte ich mich erleichtert fühlen sollen – vielleicht sogar stolz auf das, was geschafft worden war.
Doch stattdessen saß ich kurze Zeit später weinend im Auto auf dem Parkplatz eines Baumarkts.
Nicht, weil etwas Dramatisches passiert war.
Sondern weil mich eine ganz normale Alltagssituation plötzlich komplett überfordert hat.
Mir wurde in diesem Moment schnell klar, dass das erste deutliche Burnout-Symptome waren. Ein Moment, der mir gezeigt hat, wie stark mentale Belastungen wirken können, wenn man sie über längere Zeit ignoriert.
Belastungen wie sie im Leistungssport, Managementalltag, ja – eigentliche in vielen anderen Ebenen täglich vorkommen.
Durch meine Arbeit als Mentalcoach und die von mir geleiteten Ausbildungen im Mentaltraining, bin ich „Gott sei Dank“ so nahe an der Materie dran, dass ich sofort entsprechende Manahmen ergreifen konnte.
Genau auf dieser Ebene setzt auch meine neu entwickelte Plattform
„LEBEGUT Mind & Body“ an. Eine Plattform mit holistischem Ansatz die alles bietet. Es ist ein Video- und Podcast Plattform, wo von gesundheitsorientierten und körperlich aktiven Einheiten, über Resilienz – Entspannung – Achtsamkeit, bis zu mentalen Trainings-Inputs, alles enthalten ist.
Mein Leitsatz als Mentalcoach
In meiner Arbeit begleitet mich ein von mir kreierter Satz, der für mich die Essenz mentaler Stärke beschreibt, permanent:
„Bring deinen Kopf ans Ziel
und
der Körper wird folgen.“
Wenn unser Geist klar ausgerichtet ist, folgen unsere Handlungen automatisch dieser Richtung. Und damit verändern sich auch die Ergebnisse, die wir im Leben erreichen. Somit kommen wir, mental gut eingestellt, schneller dorthin wohin wir wollen.
Fazit
Das Leben stellt uns immer wieder vor Herausforderungen.
Manche davon sind klein, andere verändern alles.
Doch eines bleibt immer gleich: Der Kopf entscheidet, wie wir mit diesen Situationen umgehen.
Wer früh beginnt, seine mentale Stärke zu trainieren, kann nicht nur seine Ziele klarer erreichen. Er kann auch stabiler, gelassener und bewusster durchs Leben gehen.
Mentales Training ist keine Frage von Talent.
Es ist eine Fähigkeit, die jeder Mensch entwickeln kann.
Wenn du lernen möchtest, besser mit Stress umzugehen, mentale Blockaden zu lösen oder deine Ziele klarer zu erreichen, begleite ich dich gerne auf diesem Weg.
Denn mein Leitsatz lautet:
Bring deinen Kopf ans Ziel und der Körper wird folgen.


